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Sonntag, November 19, 2017

Geschichte und Ausrüstung

Geschichte
Basis des Judo ist Jiu-Jitsu, eine japanische Selbstverteidigungsmethode der Samurai-Krieger. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt der Japaner Dr. Jilgori Kano (1860-1938) daraus einen Sport und gibt Regeln heraus (neuer Name war "Kodokan Judo"). Es wird oft behaupted, der eigentliche Initiator des Judo wäre der in japan lebende deutsche Arzt Erwin Bälz, es gibt hierfür jedoch keinerlei historische Belege (weder das Erwin Bälz mit Jilgori Kano je zusammentraf, noch das Erwin Bälz sich mit Jiu-Jitsu beschäftigt hätte). In Deutschland entsteht 1906 die erste Jiu-Jitsu-Schule durch den Berliner E. Rahn. Aber es dauert bis ins Jahr 1956 hinein, bis die ersten Weltmeisterschaften stattfinden. Judo steht erstmals 1964 auf dem olympischen Programm.

Judo -Judoka
Judo heißt der sanfte oder "weiche" Weg. Judoka ist die allgemeine Bezeichnung für jemanden der Judo betreibt. Die Meister einer Schule werden auch Sensei genannt.

Ausrüstung
Es wird barfuß und mit reißfester Kleidung (Judogi) gekämpft. Diese besteht aus einer weißen Jacke (Uwagi) und einer Hose (Zubon). In Europa trägt man zur besseren Unterscheidung weiße und blaue Judogi. Die Farbe des Gürtels bedeutet die Graduierung "Kyu" (Schülergrade) oder "Dan" (Meistergrade). Die Kyu-Grade werden absteigend von 8 bis 1 gezählt, die Da-Grade aufwärts von 1 bis 10.

Kleiderordnung
Judojacke:

  • Die Ärmel müssen handgelenklang sein und dürfen nicht über die Hände reichen. Die Jacke muss mindestens die Hälfte des Oberschenkels bedecken.

  • Die Jacke muss weit genug und gut schließbar sein. Sie wird links über rechts geschlossen.

Judogürtel:

  • Die Gürtelfarbe muss dem Ausbildungsgrad entsprechen.

  • Die Kontenenden sollten jeweils 20-30 Zentimeter lang sein.

Judohose:

  • Die Hose muss knöchellang sein und darf nicht zu eng sein.

Barfuss:

  • auf den Wettkampf- und Trainingsmatten.

Offene Hallenschuhe:

  • Zoris, Badelatschen oder Hausschuhe.

Kein Schmuck